ETEP-Konzept an der JHPS

Bei uns an der Schule steht jedes Kind mit seinen ganz persönlichen Stärken und kleinen Baustellen im Mittelpunkt. Um die Kinder noch besser begleiten zu können, arbeiten wir Hand in Hand nach dem ETEP-Konzept (Entwicklungspädagogischer Unterricht).

 

Unsere Schule hat die ETEP-Qualifikation für einen entwicklungspädagogischen Unterrichterlangt: zwei Lehrkräfte (Frau Kilian und Frau Teschke) haben die ETEP- Ausbildung gemacht und stehen unserem Kollegium als Multiplikatorinnen beratend zur Seite. Damit wir alle an einem Strang ziehen, haben sich auch die Lehrkräfte der Unterstufe in einer gemeinsamen Fortbildung (SchiLF) für die Arbeit mit ETEP im letzten Halbjahr weiter gebildet.

Gemeinsam wachsen: Unsere Klassenziele in den Stufen 5 und 6 nach dem ETEP-Konzept

Der Übergang in die weiterführende Schule ist für Kinder der Klassen 5 und 6 eine spannende Zeit voller Veränderungen. Um unsere Schülerinnen und Schüler in dieser Phase optimal zu begleiten, arbeiten wir in den Orientierungsstufen ab diesem Schuljahr gezielt mit pädagogischen Klassenzielen nach dem ETEP-Ansatz (Entwicklungstherapie/Entwicklungspädagogik).

Dabei verfolgen wir einen konsequent entwicklungspädagogischen Ansatz. Das bedeutet: Wir arbeiten nicht defizitorientiert – wir schauen also nicht darauf, was ein Kind oder eine Klasse noch nicht kann. Stattdessen knüpfen wir an vorhandene Stärken an und begleiten die Kinder Schritt für Schritt bei ihren neuen Entwicklungsschritten im sozialen Lernen. Gemeinsam stärken wir das Wir-Gefühl. Dadurch schaffen wir eine verlässliche Lernatmosphäre . und machen soziales Lernen für alle sichtbar

Wie funktioniert die Arbeit mit den Klassenzielen?

Unser Konzept basiert auf einem klaren, wiederkehrenden Fünf-Schritte-Modell, das fest in unserem Schulalltag verankert ist:

  1. Ziele gemeinsam auswählen

In unserer wöchentlichen „Lern- und Qualitätsstunde“ (LQ-Stunde) legen die Klassenleitungen gemeinsam mit den Kindern das neue Wochenziel fest. Wir konzentrieren uns dabei auf maximal drei kindgerechte Ziele, die genau zu den aktuellen Bedürfnissen der Klasse passen.

  1. Ziele im Alltag verankern

Das Ziel wird nicht nur aufgeschrieben, sondern mit Leben gefüllt. Die Klasse bespricht konkret: „Wann brauchen wir das im Schulalltag und warum ist es für unser Miteinander wichtig?“ Anschließend wandert das Ziel gut sichtbar für alle an einen festen Platz im Klassenraum – unsere Zielscheibe.

  1. Ein Ziel für alle Fächer

Die Klassenziele gelten den ganzen Tag. Alle Lehrkräfte greifen die aktuellen Ziele in jeder Unterrichtsstunde auf. Positives Verhalten wird direkt benannt und bestärkt. Läuft es mal nicht rund, halten wir kurz inne und erinnern uns gemeinsam an unser Vorhaben.

  1. Kurze Reflexion nach jeder Stunde

Am Ende jeder Unterrichtsstunde zieht die Klasse kurz Bilanz. Per Daumenprobe (Daumen hoch, mittel oder runter) oder mit Smiley-Karten spiegeln die Kinder zurück, wie gut das Einhalten des Ziels in der Stunde geklappt hat. Das schult die Selbstwahrnehmung und den Blick für gemeinsame Erfolge.

  1. Die ETEP-Entwicklungswand: Erfolge sichtbar machen

Am Ende der Woche wird in der LQ-Stunde abgerechnet. Die Klasse prüft, wie gut das Ziel schon sitzt.

  • Meilensteine wandern stolz an unsere „Lob-Wand“.
  • Themen, die noch Zeit brauchen, kommen an die „Später-Wand“.
  • Manchmal entscheidet die Klasse auch, ein Ziel in der neuen Woche einfach noch weiter zu trainieren.

An unserer ETEP-Entwicklungswand im Klassenzimmer wächst so Woche für Woche ein sichtbares Protokoll unserer gemeinsamen Entwicklung. Das macht Mut, stärkt das Selbstbewusstsein und zeigt jedem Kind: Gemeinsam können wir als Klasse alles schaffen!

 

 

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