Vor Kurzem hatten wir an unserer Schule einen besonderen Besucher: Der 97-jährige Otto Duve kam an die JHPS. Der Horneburger kam als Zeitzeuge zu uns, um von seinen persönlichen Erlebnissen während der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu berichten. Er schilderte eindrucksvoll, wie er die damalige Zeit als nicht jüdischer Junge erlebt hat.
Als Kind nahm er den Krieg zunächst ganz anders wahr, als wir es heute tun würden. Vieles erschien ihm damals „normal“, weil er es nicht anders kannte. Die Propaganda, die allgegenwärtig war, prägte das Denken vieler Menschen. In der Schule, in den Medien und im Alltag wurde ein bestimmtes Weltbild vermittelt, das kaum hinterfragt wurde. Als Junge war es für ihn schwer, diese Information kritischer zu beurteilen. Angst, Gehorsam und der Wunsch dazuzugehören spielten ebenfalls eine große Rolle. Otto Duve berichtet leidenschaftlich von seiner Zeit in der Hitler-Jugend. Die Gefahr und die Absicht ist ihnen nicht bewusst gewesen.
Auf die Schülerfrage, warum so vielen Menschen nichts aufgefallen sei oder warum sie nichts sehen wollten, erklärte er, dass vieles tatsächlich verdrängt oder bewusst ignoriert wurde. Viele Menschen hätten zwar etwas geahnt, wollten sich aber nicht mit den grausamen Wahrheiten auseinandersetzen.
Besonders eindrucksvoll war seine Schilderung der Zeit nach dem Krieg. Deutschland lag in Trümmern – sowohl physisch als auch moralisch. Für ihn persönlich bedeutete diese Zeit vor allem einen Neuanfang unter schwierigen Bedingungen.
Am Ende erinnerte Otto Duve uns daran, wie wichtig es sei, kritisch zu denken, nicht alles ungefragt zu glauben und den Mut zu haben, für Menschlichkeit und Gerechtigkeit einzustehen.
Nach seinem Vortrag hatten unsere Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Diese Gelegenheit nutzen viele, um noch mehr über seine persönlichen Erfahrungen zu hören. Der Austausch machte deutlich, wie wertvoll solche Begegnungen sind. Sie helfen uns, Geschichte nicht nur aus Büchern zu lernen.
Prämierung der Messestände
Im Rahmen unserer Berufsmesse gestalteten die Schüler:innen in der vergangenen Woche in Kleingruppen einen Messestand zu ihrem jeweiligen Praktikumsberuf. Mit


